CD-Besprechung in der Westdeutschen Zeitung

12.08.2012-06:39

CD-Besprechung

 

Mendelssohns Streichquartette: Vierfacher Zauber

Felix Mendelssohn Bartholdy hat romantischen Zauber in die strenge Gattung
Streichquartett eingebracht. Nachdem die Wiener Klassiker Haydn, Mozart und
Beethoven die viersätzige Form in der Besetzung für zwei Violinen, Bratsche und
Cello zur „Königsdisziplin“ erhoben, gaben nachfolgende Komponisten-Generationen
stets ihr Bestes, wenn sie ein Streichquartett komponierten. Mendelssohn geht
angenehm locker an die Sache heran, findet zu gesanglichen Melodien und
emotionalen Harmonien. Mit viel Sinn für diese kammermusikalische Lyrik hat das
junge Minetti-Quartett Mendelssohns Streichquartette op. 12 und 13 aufgenommen.
Die Vier überzeugen durch einen weichen und farbigen Klang und ein absolut
homogenes Zusammenspiel. So brillant die schnellen Sätze gelingen, so sanft und
intim gestaltet das Ensemble die ruhigen Momente. (wall)

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